Ausstellungsarchitektur „Moderat modern“
Wien Museum Karlsplatz

Für die Ausstellung „Moderat modern – Erich Boltenstern und die Baukultur nach 1945“ musste eine architektonische Präsentationsform gefunden werden, die den Stil der fünfziger Jahre thematisiert, ohne Gefahr zu laufen, ins Kitschige abzugleiten.
In den im Grundriss T-förmigen Sonderausstellungsraum des Wien Museums wurde zentral die stilisierte Opernpassage eingebaut. Ein postmoderner Kunstgriff, indem ein Objekt als Teaser eingesetzt wird, das als typisch für die fünfziger Jahre angesehen wird, beim Wiener Publikum einen hohen Wiedererkennungswert hat und das gleichzeitig auf den Beginn der postmodernen Ära in der Architektur in den späten 1940er Jahren verweisen soll. Ein Bauwerk der schwungvollen Fifties wurde platziert um die moderate Architektur Boltensterns zu inszenieren.
Gleichzeitig galt es eine enorme Menge an Ausstellungsmaterial unterzubringen, was in additiv angeordneten und nach Themenbereichen gegliederten Kojen erfolgte.

Um echtes Fifites-Flair zu verbreiten, wurde eine Lounge eingerichtet, wo sich das Ausstellungspublikum in Originalmobiliar entspannen und historische Wochenschauen konsumieren konnte.
Bei der Objektpräsentation wurden nebst konventionellen Bildhaltern und Rahmungen die Vitrinen des Wien Museums von Oswald Haerdtl eingesetzt – originäres Fifties-Design.

Konzept, Planung und Baudurchführung:
Judith Eiblmayr
Konsulenten Konzept:
Arch. Mag.arch. Erich Bernard, Mag.art. Johann Moser, BWM Architekten
Mitarbeit:
Dipl.Ing. Roland Graf, BWM Architekten
Umsetzung:
Bau- und Möbeltischlerei Reinhart Blumberger, Möbelbau Johann Sulzer, Macke Malerbetrieb, Werkstätten Wien Museum
Fotos:
© Pez Hejduk
Planungs- und Bauzeit:
Februar – Oktober 2005

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